Sonntag, 21. November 2010
Samstag, 20. November 2010
Deutschland, Take It Down a Notch!
Nein. Hier hört es auf.
Ich habe gerade bei Critical Witness einen Gedanken zum Thema "Terrorwarnung" gelesen und bin dem Link gefolgt. Manche Nachrichten gehen momentan einfach an mir vorbei.
Also: An Berlins größter Moschee hat es zum vierten mal in sechs Monaten gebrannt. Immer an der selben Stelle. Eine am Tatort gefundene Propangasflasche ist - alhamdulillah - nicht explodiert.
Du kannst mir alles erzählen, aber Brandanschläge auf Gotteshäuser ist nun mal so "Nazi", dass es offensichtlicher nicht sein kann. Wenn ich die Kommentare auf den Seiten diverser Online-Zeitungen richtig deute, dann gibt eine nicht so kleine Anzahl von Menschen, die diesen Anschlag tatsächlich befürwortet. Wie krank kann diese Welt denn sein?
Ich frage mich,
ist es Sarrazins Schuld, wenn irrgeleitete Mehrheitsdeutsche sich dermaßen ideologisch unterstützt fühlen, dass sie es für gesellschaftlich legitim halten, Moscheen anzuzünden? Wie viel Einfluss haben die populistischen Ausfälle eines Seehofers auf die Ressentiments der christlich-solzialisierten, weißen deutschen Mehrheit gegenüber deutschen Muslimen?
Wie viel Verantwortung sollten Autoren und Politiker heutzutage übernehmen? Ist es für die Architekten der 2010er Islamfeindlichkeit tatsächlich möglich, die Verantwortung auf das gewalttätige Individuum zu schieben? Wenn es nicht in deren Interesse ist, dass Deutschland von testosterongeladener Progromstimmung erfasst wird, sollten sie nicht handeln? Sollten sie nicht zumindest den Hinweis mitliefern, dass Ihre Thesen und Vorschläge keinen Aufruf zur Gewalt darstellen? Dass jegliche Gewalt gegenüber den von ihnen markierten "Scape goats" nicht erwünscht und nicht tolerierbar sei? Wäre diese Positionierung bereits so schizophren, dass ihr Ego dies nicht zulässt? Was muss denn noch passieren, damit Deutschland bemerkt in welche Richtung es wieder steuert?
- Brandanschlag auf Moschee? Check!
- Rassistisch-motivierter Mord an Deutsch-Iraner auf offener Straße? Check!
- Mord an Deutsch-ägyptischer Mutter in Gerichtsaal? Check!
- Politiker, die private Sanktionen wie "Handyverbot" für mutmaßliche "Islamisten" vorschlagen? Check!
- Rechtslastige, populäre Internetforen, die Namen und Adressen kritischer Menschen im Netz veröffentlichen? Check!
- Selbstgerechte Pfeifen, die all das bagatellisieren? Check!
Wann wird der erste Politiker auf das Einführen gelber Filz-Halbmonde kommen und es für eine schlaue Idee halten?
[Raunen im Publikum, "Na, jetzt mal halblang, Bursche..."]
Ehrlich, hinsichtlich undenkbar idiotischer und rassistischer Gespensterdebatten, die nicht groß anders sind als die "das Boot ist voll" und "Deutschland vernegert" -Sprüche der frühen 90er, frage ich mich wie weit wir weg sind von echten Nazi-Anleihen. Oder zumindest von versuchten Nazi-Anleihen, denn 'Schland wird ja doch immer noch argwöhnisch von Aussen beobachtet. Merkels sinnfreier Kommentar "Multikulti ist gescheitert" ist ja nun auch in der letzten Ecke der Welt rezipiert worden und wird dort feinsäuberlich im Ordner "Germanische Identitätskrise" archiviert.
"Germany, take it down a notch!"
Der Komiker und Moderator der Polit-Satire The Daily Show, Jon Stewart, hat vor kurzer Zeit zu einer Protestkundgebung names "Rally to Restore Sanity" aufgerufen, um einen gesellschaftlichen Schritt zurück zur Normalität zu wagen. Grund dafür waren die extremen und teils militanten Kampagnen der neuen Konservativen hinsichtlich Präsident Obama und der medialen Darstellung muslimischer Menschen in US-Amerika. Wir erinnern uns an die geplante Koran-Verbrennung. Stewarts Kampfsprüche für liberale Wechselgeldzähler "Take It Down a Notch, America!" und "I Disagree With You, But I'm Pretty Sure You're Not Hitler" sind satirische und dennoch ernsthafte Aufrufe eine mögliche Eskalation symbolischer und physischer Gewalt zu vermeiden. Lustig, ja; Aber halt auch durchaus ernst gemeint.
Dieses Konzept sollte auch auf Deutschland übertragen werden. Kaum schneidet Schland ein paar mal ganz gut in der WM ab, werden alle wieder deutschtümlich und werfen mit Stammtischparolen und sarkastisch instrumentalisierenden "Integrations-Bambis" um sich.
In diesem Sinne möchte ich sagen: Liebes Deutschland, es reicht jetzt! Setzt Euch wieder hin und baut schicke Autos! Setzt Euch für alternative Energien ein und seit nett zu einander! Lasst den Nationalismus in den Memoiren der Urgroßeltern und fokussiert die Zukunft. Vor allem: Steht der Zukunft nicht im Weg. Ja, es wird nun mal Multikulti werden. Der Islam wird integraler Teil der deutschen Religionstapete. People of Color sind und werden einen großen Teil der Bevölkerung ausmachen. Und das beste daran, liebe "Mehrheitsdeutsche", es ist gar nicht schlimm! Es wird nicht wehtun. Vielleicht wird Euer Ego ein, zwei Jährchen geknickt sein, weil Ihr nicht mehr die ganze Definitionshoheit besitzt, weil Ihr vielleicht nicht jeden Gassenhauer mitgrölen könnt, aber - glaubt mir - es wird voll okay sein. Integration handelt von der aktiven Akzeptanz einer heterogenen Gesellschaft. Let's go then! Es wird schön werden!
Mittwoch, 17. November 2010
The Art of Kara Walker
Could somebody please persuade Miss Walker to present her work in Germany?
Kara Walker (American, b. 1969) is best known for her room-size tableaux of black cut-paper silhouettes that examine the underbelly of America's racial and gender tensions. Her works often address such highly charged themes as power, repression, history, race, and sexuality. Born in Stockton, California, Walker moved to the South at age 13 when her father, artist Larry Walker, accepted a position at Georgia State University and her family relocated to Stone Mountain, a suburb of Atlanta. Focusing on painting and printmaking in college, she received her BFA from the Atlanta College of Art in 1991 and her MFA from the Rhode Island School of Design in 1994. Walker was included in the 1997 Biennial exhibition at the Whitney Museum of American Art, New York. Later that year, at the age of 27, she became the youngest recipient of the prestigious John D. and Catherine T. MacArthur Foundation's "genius" grant, which launched a public controversy around her work. In 2002 she was chosen to represent the United States in the São Paulo Biennial in Brazil. Her work has been exhibited nationally and internationally and is included in the collections of major museums worldwide. The 2007 Walker Art Center–organized exhibition Kara Walker: My Complement, My Oppressor, My Enemy, My Love is the artist's first full-scale U.S. museum survey. Walker currently lives in New York, where she is a professor of visual arts in the MFA program at Columbia University.
(Source: The Art of Kara Walker)
All copyrights of used pictures are reserved to their respective owners.
| Artist Kara Walker attends the opening reception for the reinstallation of contemporary art from the collection at MOMA on June 29, 2010 in New York, City. (Source: http://www.zimbio.com/) |
Kara Walker (American, b. 1969) is best known for her room-size tableaux of black cut-paper silhouettes that examine the underbelly of America's racial and gender tensions. Her works often address such highly charged themes as power, repression, history, race, and sexuality. Born in Stockton, California, Walker moved to the South at age 13 when her father, artist Larry Walker, accepted a position at Georgia State University and her family relocated to Stone Mountain, a suburb of Atlanta. Focusing on painting and printmaking in college, she received her BFA from the Atlanta College of Art in 1991 and her MFA from the Rhode Island School of Design in 1994. Walker was included in the 1997 Biennial exhibition at the Whitney Museum of American Art, New York. Later that year, at the age of 27, she became the youngest recipient of the prestigious John D. and Catherine T. MacArthur Foundation's "genius" grant, which launched a public controversy around her work. In 2002 she was chosen to represent the United States in the São Paulo Biennial in Brazil. Her work has been exhibited nationally and internationally and is included in the collections of major museums worldwide. The 2007 Walker Art Center–organized exhibition Kara Walker: My Complement, My Oppressor, My Enemy, My Love is the artist's first full-scale U.S. museum survey. Walker currently lives in New York, where she is a professor of visual arts in the MFA program at Columbia University.
(Source: The Art of Kara Walker)
"African American" (Source: www.moma.org)
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"Shiny Penny" (Source: http://www.artloversnewyork.com)
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All copyrights of used pictures are reserved to their respective owners.
Montag, 15. November 2010
"Deutschenfeindlichkeit" und Rassismus. Eine Frage
Huiuiui! Ich hätte so viele Fragen an Frau Schröder. Schlimm ist, dass sie den Blödsinn, den sie sich aus der Nase ziehen lässt auch noch ernst meint, verbreitet und mit Freude reproduziert. Vielleicht liest das hier ja jemand, der sie persönlich kennt. Kannste ihr ja ma von berichten...
Gut. Wenn ich ein etwas übertriebenes Szenario malen dürfte:
Thema "Deutschenfeindlichkeit":
Dieses Unwort basiert auf der Idee, welche besagt, Rassismus sei die Diskriminierung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft und die dadurch transportierten Ressentiments. Klingt erstmal toll und ermöglicht eine schnelle Bestimmung der Sachlage; entweder 1 oder 0, Rassist oder nicht. Schnappen wir uns doch mal Frau Schröder und kauen das Ganze durch.
Also, Frau Schröder, stellen wir uns vor wir nehmen eine Kollage verschiedener tatsächlich existierender Menschen. Folgen Sie mir: Sagen wir, der Afrodeutsche Gerson Liebl, der 18 Jahre lang gegen seine Abschiebung kämpfen musste und verlor; Enkel von Fritz Liebl aus Straubing, der 1908 nach Togo emigrierte, während das Kaiserreich Deutschland seine Kolonien plünderte, die ersten zwei Völkermorde des 20.Jhdt beging, und die Welt in primitiv und kultiviert einteilte, dieser Gernot Liebl wäre, sagen wir mal, wie Oury Jalloh Opfer eines grausigen Verbrechens in einer Dessauer Gefängniszelle geworden, während seine Frau, sagen wir mal wie Marwa El-Sherbini in einem Dresdener Gerichtssaal von einem NPDler erstochen wurde und deren Kinder, sagen wir mal, wie die beiden 8-jährigen Zwillinge aus Österreich, in Handschellen und vorgehaltener Waffe in Abschiebehaft gebracht wurden, nachdem ihnen in Schule und Fernsehen beigebracht wurde, dass sie eh "anders" sind als die "normalen" Kinder - sagen wir mal diese Kinder würden irgendwann poltern: "Scheißdeutsche! Mit denen wollen wir nichts mehr zu tun haben. Die kommen uns nicht ins Haus!"- wäre die Aussage dieser Kinder dann, Frau Schröder, in gleichem Maße "rassistisch" wie die Taten der Kolonialherren, der Polizisten, der NPDler, der unreflektierten Grundschullehrer und Medienfuzzies in dieser Geschichte?
Oder kann es nicht sein, dass Rassismus vielleicht etwas vollkommen anderes ist? Etwas, das in einen gesellschaftlichen und historischen Kontext eingebettet ist? Etwas, das mit herrschenden Machtstrukturen zu tun hat? Das Konstruieren und Klassifizieren "menschlicher Rassen" oder in Neudeutsch auch "Kulturen", das Belegen dieser mit stereotypen Attributen? Die Hierarchisierung dieser "Rassen"/Kulturen und die gesellschaftliche Reproduktion und Manifestierung dieser Hierarchie? Vielleicht eine Form, die weltweit sehr ähnlich ist? Durch alle Gesellschaftsschichten hindurch? In denen Nationalität nur ein periphärer Marker ist? Hmmmm...? Na...?
Ich weiß, ich habe weit ausgeholt. Ich gebe allen etwas Zeit zum Denken. Und Frau Schröder kann ja noch mal ihren Mann fragen.
Montag, 1. November 2010
Bayreuther Mohrenwäsche
"Wilma, hol die Wurzelbürste!"(Ja, ich weiß! Ich möchte selber würgen!)
Kinder, ich möchte Euch eine Geschichte erzählen:
Es begab sich im Jahr 1865, dass ein afrikanischer Diplomat den weiten Weg nach Mitteleuropa antrat. Nein, ich weiß nicht aus welchem Land genau. Und andere Erzähler sagen auch, er wäre auf dem Jahrmarkt aufgetreten. Wie dem auch sei; diesen Diplomaten oder Artisten verschlug es nun auf wundersame Weise ins markgräfliche Bayreuth des 19. Jahrhunderts. Dort angekommen wurde er von den hellhäutigen eingeborenen Bauern und Händlern beäugt, als wäre er ein seltenes Tier. Das Raunen in der Masse schwoll an, bis einer rief: "Der hat sich doch nur angemalt!". Ich denke, an diesem Punkt hätte sich unser Reisender gewünscht, er wäre lieber nach, sagen wir mal London gegangen. Denn - schwupps - warf sich der Mob der hiesigen Landbevölkerung auf ihn und zerrte ihn durch die matschigen Gassen bis zum bayreuther Mühlbach, in den sie ihn hineinwarfen. Einem einheimischen Ordnungshüter wurde die Aufgabe angetragen den Reisenden einzuseifen und mit Hilfe der Wurzelbürste den vermeintlichen Ruß von der Haut zu schrubben. Zum Erstaunen der Anwesenden ließ sich der Mann einfach nicht so hell waschen, wie die schaulustige Meute es gerne gehabt hätte. Als diese einsehen musste, dass dieser fremde Reisende gar nicht so blaß war wie sie selbst, liessen sie von ihm ab.
Die Bewohner Bayreuths wurden von nun an von umliegenden Dorfgesellschaften spöttisch "die Mohrenwäscher" genannt. Sie schworen sich in Zukunft, Fremden gegenüber, sehr viel aufgeschlossener zu sein. Und weil der gemeine Bayreuther über ein natürliches, frohes Gemüt verfügt, fühlte er sich von den Spottrufen der Nachbarn nicht im Geringsten verulkt und gedachte von nun an diesem Spektakel und der daraus gewonnenen Erkenntnis, indem er dem Fremden einige bedeutende Kultstätten widmete. Sogar ein regionales alkoholisches Getränk und die hiesige Karnevalstruppe erinnert an diesen trotteligen Fauxpas der Einheimischen.
Genau, die Apotheke. Dort geht der moderne Bayreuther nämlich sein Aspirin holen, wenn er in der Nacht zuvor in der "Mohrenstube" zuviel "Mohrenbräu" getrunken hat, nachdem er im Fastnachtszug der "Bayreuther Mohrenwäscher e.V. "(gegründet 2006!) womöglich als "Mohr" verkleidet durch die Straßen gestolpert ist.
Auszüge aus "Afrika und die deutsche Sprache" von S. Arndt:
- "M." ist die älteste deutsche Bezeichnung für Schwarze Menschen. In dem Wort steckt das griechische "moros", das "töricht", "einfältig", "dumm" und auch "gottlos" bedeutet, und das lateinische "maurus", welches für "schwarz", dunkel", bzw. "afrikanisch" steht. Daraus wurde althochdeutsch "mor" und schließlich "M." abgeleitet. (S.168)
- Von Anfang an war dieser Begriff negativ konnotiert, was maßgeblich auf Aversionen gegenüber Nicht-Christ/inn/en - und in Spanien speziell gegenüber den islamiscshen Gegnern des Christentums zurückzuführen ist. (ebd.)
Auszüge aus "Das M-Wort" von Ulrike Hamann, erschienen in "Rassismus auf gut Deutsch":
- Mit dem Begriff M. ("Mohr") bezeichne(te)n 'weiße' Menschen im 17., 18., 19. und 20. Jh. Schwarze Menschen, die überwiegend als Sklav_innen des deutschen Adels und zunehmend auch des Bürgertums in den deutschen Staaten lebten. (S.146)
-Betr."Nostalgisches Design historischer Motive": Die Nostalgie betrifft bestimmte koloniale Erinnerungen, deren Gehalt die Fantasie des Bedientwerdens 'weißer' durch Schwarze Menschen ist. Bedientwerden stellte ein Statussymbol von Überlegenheit dar, die kolonial mit 'Weißsein' verknüpft wurde. Der Verlust dieser Überlegenheit wird hier als "nostalgisch" unter Wiederaufrufen des "M.-Bildes symbolisch erinnert.(S.148)
So, Kinder. Das war die Geschichte des afrikanischen Diplomaten und des ersten dokumentierten rassistischen Übergriffs Oberfrankens. Und die Erwachsenen frage ich nun: Was können wir tun?
Welch ungeahnte Möglichkeit für kräftig Remmidemmi! Doch was nun? Erzürnte Briefe schreiben; die nichtvorhandene linke Szene Bayreuths zu Boykotten und Großdemonstrationen auffordern; sich wundern, warum das seit 1975 ansäßige Institut der Afrikawissenschaften nicht schon lange ein Symposium zu diesem Thema gehalten hat? Farbbeutel füllen? Autos anzünden? Liebe Erwachsene, ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass antirassistische Diskurse in der Provinz zu Staub zerkrümeln, als hätte es sie nie gegeben. Ich weiß weiter, dass Bayreuth so traditionell konservativ ist und diese Geschichte so tief im tradionellen Gedächnis der Stadt liegt, dass die/der progressive Aktivist_in bestenfalls belächelt wird.Vorschläge und grandiose Ideen bitte auf der Kommentar-Ecke posten oder mir zu Facebook schicken.
Grandiose Idee #1: Performance
| (foto: www.iwalewa.uni-bayreuth.de) |
I like!!! Thematisch gut passt die Austellung Afro Sat I von Daniel Kojo und Philipp Metz, die das Bayreuther Iwalewa-Haus im Sommer 2010 zeigte. Eine schöne Sache. Ausgerechnet in der Stadt des "Mohrenwäscher"-Kults - wahrscheinlich aber unbeabsichtigt. Wenn ich mal so frei sein darf, das Iwalewa-Haus zu zitieren:
"Philip Metz befragt in seinen Videoarbeiten, Fotoserien und Performances häufig kulturelle Stereotype, indem er deren Wirkungen in einem neuen, ungewohnten Rahmen untersucht. So ist die Arbeit „Of mimicry“ Ergebnis einer mehrtägigen Performance in Dakar. Der Künstler trat dort als „Afrikaner“ in einem aus Deutschland importierten Karnevalskostüm auf, dessen visuelle Elemente in Dakar lediglich als fremd und albern, in keiner Weise jedoch als essentielle Bestandteile der eigenen Kultur verstanden wurden.(www.iwalewa.uni-bayreuth.de)"
Grande! Ich wünschte, der Karnevalsverein hätte die Ausstellung besucht. Dem Rest Oberfrankens hätte es sicherlich auch nicht geschadet.
Fotos der Apotheke, Plakat"Mohrenwäscher": Privat . Fotos Metz,Kojo: www.iwalewa.uni-bayreuth.de
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